
Berliner Eisbein
Wenn bei Oma ein Eisbein auf den Tisch kam, war klar: Heute wird richtig gut gegessen. Das langsam gegarte Eisbein wird wunderbar zart und entwickelt seinen kräftigen, typischen Geschmack. Zusammen mit Sauerkraut, Erbspüree oder Salzkartoffeln entsteht ein traditionelles Berliner Gericht, das seit Generationen beliebt ist. Einfach, ehrlich und genau das Richtige für alle, die herzhafte Hausmannskost lieben.
Gesamtzeit
Arbeitszeit
Koch-/ Backzeit
Schwierigkeit
1. Schritt – Das Eisbein kochen
Jetzt kommt Geschmack in den Topf
Zuerst kümmerst du dich um das Eisbein. Die beiden Stücke gut abwaschen und die Schwarte rautenförmig einschneiden, damit sie später schön knusprig wird.
Dann das grob geschnittene Suppengemüse mit Zwiebel, Möhre, Lauch, Lorbeer, Pfeffer- und Wacholderbeeren in einen großen Topf geben. Die Eisbeine darauflegen und alles mit kaltem Wasser bedecken.
Das Ganze aufkochen lassen und den Schaum immer wieder abschöpfen. Das macht die Brühe klar und aromatisch. Jetzt die Hitze reduzieren und das Eisbein etwa 2 Stunden leise köcheln lassen, bis das Fleisch fast vom Knochen fällt.
Wenn es soweit ist, die Eisbeine vorsichtig herausnehmen, gut trocken tupfen und die Schwarte mit Öl, Salz und Paprika einreiben.
Den Sud unbedingt aufheben. Er wird später für das Erbsenpüree und das Sauerkraut gebraucht und sorgt für besonders viel Geschmack.
2. Schritt – Erbsenpüree
Die klassische Beilage
Während das Eisbein vor sich hin köchelt, kannst du dich um das Erbsenpüree kümmern. Die Schälerbsen am besten über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Das Wasser am nächsten Tag abgießen und die Erbsen zusammen mit etwas von dem Eisbeinsud in einen Topf geben.
Nun alles langsam weich kochen, bis die Erbsen zerfallen. Das dauert je nach Sorte etwa 45 bis 60 Minuten. Zwischendurch immer mal wieder umrühren und bei Bedarf etwas Sud nachgießen.
Wenn die Erbsen schön weich sind, mit einem Kartoffelstampfer oder Holzlöffel zu einem cremigen Püree verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Wer es besonders sämig mag, kann noch ein kleines Stück Butter unterrühren.
3. Schritt – Das Sauerkraut
Jetzt kommt die Würze dazu
Für das Sauerkraut zuerst die Zwiebel fein würfeln und in etwas Schmalz oder Butter glasig anschwitzen. Dann das Sauerkraut dazugeben und alles gut vermengen.
Mit einer Kelle vom Eisbeinsud aufgießen, die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren dazugeben und alles bei kleiner Hitze etwa 30 bis 45 Minuten schmoren lassen.
Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Sollte das Kraut zu trocken werden, einfach noch etwas Sud nachgießen. Zum Schluss nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker abschmecken.
4. Schritt – Ab in den Ofen
Für die knusprige Schwarte
Den Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die vorgegarten Eisbeine in eine Auflaufform oder auf ein Backblech legen und auf mittlerer Schiene in den Ofen geben. Dort dürfen sie etwa 20 bis 30 Minuten knusprig werden.
Damit die Schwarte richtig schön aufgeht, kannst du sie zwischendurch noch einmal mit etwas Öl bestreichen. Wenn sie goldbraun und knusprig ist, sind die Eisbeine fertig.
5. Schritt – Anrichten
Jetzt wird serviert
Das Erbsenpüree auf den Teller geben und das Sauerkraut daneben anrichten. Das knusprige Eisbein daraufsetzen oder danebenlegen.
Wer mag, reicht noch etwas Senf dazu. Dann heißt es nur noch:
Guten Appetit!
Oma Ellis Tipp
Lass dir beim Eisbein ruhig Zeit. Je langsamer es gart, desto zarter wird das Fleisch. Und wenn etwas übrig bleibt, schmecken Sauerkraut und Erbsenpüree am nächsten Tag fast noch besser. Ganz so, wie man es von früher kennt.
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